DMUG-Archiv 2005

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RE: Mathematica Graphic in Latex einbinden

Das sind ja so richtig brauchbare Informationen, besonders elementar für
Mathematica.
Da hat wohl jemand einen Computergrundkurs besucht, und ließt gern Texte von
sich selbst.

Ich klinke mich aus diesem Thema jetzt aus, viel spaß noch!

Mit freundlichen Grüßen

[André El-Ama]

-----Original Message-----
From: Harald von Aschen [mailto:harald.von.aschen@XXXXXXX.de]
Sent: Thursday, March 03, 2005 9:16 AM
To: Andre El-Ama; DMUG
Subject: RE: Mathematica Graphic in Latex einbinden

At 00:26 03.03.05 +0100, Andre El-Ama wrote:

Hallo zusammen!

Vielleicht mal als Hilfe fuer Heiko, wie ueberhaupt so eine LaTeX-Datei
aussehen koennte:

\documentclass[a4paper]{article}
%Hier kann man evtl. besser die Koma-Klassen verwenden
\usepackage{german}                     %alte Rechtschreibung
% neue Rechtschreibung ist ngerman
\usepackage{amsmath,amssymb,amsthm}
%AMS-Makro-Pakete
%\usepackage{notebook2e, latexsym}
%Evtl. braucht man die, latexsym ist sinnvoll, wenn man
% die Mma-Zeichensaetze verwenden will,
% notebook2e mit den bei Wolfram gemachten Erklaerungen,
% um im LaTeX-Code exportieren Notebook-Zellen/Notebooks
% einzubinden.
%\usepackage[latin1]{inputenc}
% Wenn Du das brauchst, dann lassen sich auf Windoze die
% Umlaute wie immer tippen, aber Achtung: Dateien lassen sich
% dann nicht mehr so einfach zwischen verschiedenen
% Systemen mit verschiedenen Zeichencodierungen austauschen
\usepackage[T1]{fontenc}
% Siehe deutsche FAQ, Punkt 10.1
\usepackage{graphicx}
%Unser Graphik-Paket
\begin{document}
Hier die Abbildung~\ref{fig:001}, die irgendwo passend im Dokument
plaziert wird.
\begin{figure}
   \centering %zentrieren
   \includegraphics{fig001}%
   \caption{So sieht die Kurve von $x -
\ln(x)$ aus.\label{fig:001}}
\end{figure}
\end{document}

Hinter Abbildung die Tilde bedeutet, dass dort kein Umbruch stattfindet, so
dass man die Abbildungsnummer dann am Anfang der naechsten Zeile sieht. Und
die "%" bezeichnen den Beginn eines Kommentars.

Das verwendete Bild liegt also in den Formaten "fig001.eps" und
"fig001.pdf" vor.

Wenn man das EPS-Bild hat, mit dem Kommando "epstopdf bild.eps" umwandeln
lassen in ein PDF-Bild, denn PDFLaTeX kann neben PDF-Bildern jpg und png
einbetten.

>Folgendes hast Du nicht verstanden:
>
> >>Zum epsfig - Paket: Ich verwende das epsfig - Paket mit wachsender
> >>Begeisterung im Zusammenspiel mit dem Adobe-Destiller, der im Gegensatz
zu
> >>pdflatex, damit überhaupt keine Probleme hat. Kleinere (platzsparende)
> >>Graphiken bei optimaler Qualität kann ich gar nicht erzeugen.
>
>Ich würde dir einfach mal empfehlen aus MMA (bspw. ein Plot) eine EPS-Datei
>zu Exportieren.
>Und den gleichen Plot noch mal in eine Datei eines beliebigen anderen
>Bildformates.
>Und dann vergleiche mal die Größen im Bezug auf die Qualität des Ausdrucks.

Es gibt Vektorbilder und Pixelbilder. Dazu siehe bitte die Hilfe unter
"Export" mit den dort verwendbaren Exportformaten. Vektorbilder im
Vektorformat lassen sich beliebig skalieren, Bilder, die aus Pixeln
ausgebaut sind, sind fuer eine bestimmte Skalierung vorgegeben. Wenn man in
Mma ein Vektorbild in ein Pixelbild umwandelt, ist das halt nur in der
exportierten Aufloesung vorhanden. Zum Druck bitte bei der Druckerei
erkundigen. Es gelten in etwa folgende Abschaetzungen:

Text einfarbig in Pixelbild (wie Unterschrift etc.): Aufloesung zwischen
600 und 1200 dpi.
Bild 4c: 304 dpi = ca. 120 lpi (2.54 cm = 1 inch) ist hier die Aufloesung
fuer 60er Raster. Hoehere Aufloesung bringt wenig, da man das im Druck
nicht sieht. Man sagt allgemein: Rasterweite * Qualitaetssfaktor,
Qualitaetsfaktor zwischen 2 und 2.5. Skalieren sollte man dann diese Bilder
maximal zwischen 70% und 120%, wenn es denn unbedingt sein muss.

Wer jetzt zu Hause alles auf einem normalen Desktop-Printer ausgibt, der
kann natuerlich die Aufloesung so erhoehen, dass die Geschwindigkeit so
richtig langsam wird. Wenn man dann den Acrobat verwendet und dort die
Bildkomprimierung einstellt, so ist es klar, dass der Acrobat dann die
(pixelbasierten) Bilder wieder runterrechnet in die dort eingestellten
Aufloesung, so dass man eine schoen kleine PDF-Datei erhaelt. Ausserdem
macht der Acrobat eine schoene RGB-CMYK-Umwandlung, so dass sich der Laie
da auch um nichts zu kuemmern braucht.

Und natuerlich kann eine PS oder EPS Datei auch Pixeldaten enthalten.

Ach ja: Man muss natuerlich LaTeX (oder PDFLaTeX) und dem DVI-Viewer die
Zeichensaetze sagen, die man verwendet, damit die korrekt eingebettet
werden. Siehe hier wieder die Hilfeseiten bei Wolfram zum Thema
LaTeX-Export. Fuer Windows und MikTeX ist das dort ja gut erklaert.

Viele Gruesse! Harald


Verweise:
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DMUG DMUG-Archiv, http://www.mathematica.ch/archiv.html